Herr Schlegel von Eins-Energie stellte sich den anwesenden Bürgern am 06.10.2025 und führte den Stand der Dinge sehr nachvollziehbar aus.
Nachfolgende Anstriche sind keine Zitate, sondern stellen die Informationen so dar, wie sie beim Verfasser angekommen sind.
Das Förderprogramm „Breitbandausbau“ auch genannt „Weiße Flecken – Programm“ sollte Wirtschaftlichkeitslücken schließen, also speziell abgelegene Adressen versorgen, die die Kommunikationsanbieter nicht wirtschaftlich erschließen können. Die Aufgreifschwelle war alles was unter 30Mbit/s im Download liegt.
Das Markterkundungsverfahren fand 2019 statt. Hierzu wurden Kommunikationsanbieter befragt, welche Bandbreite an den jeweiligen Adressen anliegt, bzw. was der Kommunikationsanbieter an der Adresse plant, anzubieten!!!
Der Auftrag zur Markterkundung bzw. zur Teilnahme am Förderprogramm „Breitbandausbau“ oder „Weiße Flecken“ resultiert aus der Teilnahmeerklärung der Gemeinden. Es ist also kein Alleingang des Landkreises gewesen.
Die stattfindende Erschließung reicht auch für den Vollausbau. D.h. in die erschlossenen Straßen wird bei Folgeprogrammen nicht noch einmal eingegriffen werden. Deshalb wurden dann auch die Adressen angebunden, die auf den Vortriebstrassen zum eigentlichen „weißen Fleck“ lagen.
In der Kirchstrasse wurden mehrere Adressen „vergessen“. Das ist weithin bekannt. Siehe auch die Karte in der Umfrage: Erhebung https://meinkaendler.de/bandbreiten-umfrage/https://meinkaendler.de/bandbreiten-umfrage/. Den Anwohnern wurde ein Angebot zum eigenwirtschaftlichen Anschluss durch die Eins in Höhe von rund 4700€/Anschluss unterbreitet. (Kommentar: ACHTUNG: die Adressen gelten damit voraussichtlich als erschlossen und werden bei folgenden Förderprogrammen möglicherweise nicht mehr berücksichtigt. Die Betroffenen sollten sich überlegen, darauf hinzuwirken, dass das Angebot von EINS offiziell zurückgezogen wird.)
Eins hat als Generalunternehmer die Firma MRK Media beauftragt. Diese vergibt dann an Subs. Zum Beispiel DEV Bau, die in Kändler öfter gesehen wurde. MRK Media hatte ursprünglich 3 Gebiete zu erschließen (NW/SW/Ost). Aufgrund erheblicher zeitlicher Verzögerungen wurden die beiden westlichen Gebiete gekündigt und werden nun mit anderen Partnern erschlossen. Man erhofft sich, dass das Gebiet Ost (auch L.O.) damit schneller Fortschritte erreicht.
Fertigstellung der POP (Verteilstationen, ca. Garagengröße) bis Ende 2027 – Sprachgebrauch: ans Licht bringen, Licht einschalten (Glasfaser läuft mit Licht). Restarbeiten dann bis Ende 2028. Vielleicht auch eher. Hintergrund: das Hauptsignal kommt aus Penig und muss durch ganz L.O. geführt werden. Momentan klemmt es an der Eisenbahnquerung in Wolkenburg. Wenn POPs fertig sind, wird deren Gebiet eingeschaltet.
Verlegekonzept in den Häusern macht auch Eins bzw. die Subs. Die Firmen melden sich telefonisch. WICHTIG: wer keine Gestattung genehmigt hat, wird nicht angeschrieben und wird aussen vor bleiben. Gestattung entspricht noch nicht einem Vertragsabschluss. Der Gestattungsstand beträgt in Kändler nur 65%!
Beschwerden zur Bausausführung im eigenen Grundstück: info@eins-energie.de. Beschwerden zur Bausausführung im öffentlichen Bereich an Baulastträger Herrn Jagemann in der Stadtverwaltung.
Einer Anbindung von Telekom-Verteilkästen stünde die EINS offen gegenüber, wenn denn die Telekom das will.
Der weitere Ausbau des Netzes (eigenwirtschaftlich) durch EINS steht momentan nicht zur Debatte. Momentan gibt es für solche Überlegungen keinerlei Kapazitäten, weil erst das „Weiße Flecken -Projekt“ abgeschlossen werden muss.
Es gibt allerdings bereits ein weiteres Förderprogramm des Landkreises namens Gigabit 2.0.
Die KI sagt dazu Folgendes:
„Das Gigabit- bzw. Breitbandförderprogramm im Landkreis Zwickau ist ein zentrales Großprojekt zur Schließung unterversorgter Adressen („graue und dunkelgraue Flecken“).“
Nach letztem Kenntnisstand wurde die benötigten Mittel bereits beim Fördermittelgeber beantragt. Das Geld kommt aus dem Digitalisierungsprojekt des Bundes. Wenn dieses Förderprojekt bewilligt wird, könnten die noch nicht geförderten Adressenbis zu 300MBit/s gefördert erschlossen werden. Ausgehend von max. 7 Jahren Umsetzungsdauer, sollte das Thema Breitbandausbau 2033 dann für Kändler erledigt sein. Hier eine unverbindliche, aber realitätsnahe Prognose.
Was macht eigentlich der Erzwingungsanhänger, neudeutsch der Enforcementtrailer?
Er steht auf dem Grünstreifen „Am Bahnhof“ in Kändler. Genau auf dem Grünstreifen, auf dem der erforderliche, fehlende Fußweg nicht gebaut werden kann, weil…. Gründe. Man fragt sich aber, wie so ein massives Objekt in Tarnfarbe ohne ausreichende Beleuchtung so nah an die Fahrbahn gestellt werden darf. Was denkt man sich im Ordnungsamt dabei?
Wie man sieht, sieht man fast nichts! Ziemlich heikel. Passt auf.